Auf der einen Seite: Drei- bis sechsjährige Kinder, welche in der Kindertagesstätte spielen und forschen, basteln und konstruieren, fragen und suchen. „Wie kann ich mit den Bauklötzen einen möglichst hohen Turm bauen? Warum schwimmt ein Stück Holz, ein Stück Metall aber nicht? Hat ein Regenwurm Augen, können Fische hören?“
Auf der anderen Seite: ErzieherInnen, die gerne auf diese und ähnliche Fragen eingehen und die Kinder fördern würden, wären da nicht verschiedenste Probleme: „Ich weiss einfach zu wenig Bescheid in Natur und Technik; ich traue mir nicht zu mit den Kindern naturwissen-schaftliche Fragen und Experimente anzugehen; wir haben in unserer Kita kein entsprechendes Experimentiermaterial.“




Aus der Praxis für die Praxis – unter diesem Motto entwickelte die Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb) das vorliegende Praxishandbuch zur ganzheitlichen Gesundheitsförderung in Kindertagesstätten. „Gesundheitsförderung in Kitas berührt Kinder, Eltern und Mitarbeiter gleichermaßen. Mit vereinten Kräften können pädagogische Fachkräfte ihre Kita zu einer gesundheitsförderlichen Lebenswelt entwickeln. Ist die Gesundheitsförderung in Kitas ganzheitlich ausgerichtet und in das Konzept eingebettet, profitieren alle Kinder von nachhaltig verbesserten Bildungs- und Gesundheitschancen“ erläutert die Mitautorin und Schriftleiterin, Dorle Grünewald-Funk, den Ansatz des Praxishandbuchs.
Das reformpädagogisch orientierte Konzept des Offenen Kindergartens (OK) kann auf eine mittlerweile zwanzig Jahre alte Geschichte zurückblicken. Mit welcher Vielfalt und Innovationskraft sich das Konzept in der Praxis weiter entwickelt hat und welche Antworten es auf die komplexen neuen Herausforderungen in der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung bietet, zeigen die OK-Pioniere Gerhard Regel und Uwe Santjer in dem von ihnen herausgegebenen Buch „Offener Kindergarten konkret in seiner Weiterentwicklung“
Gerhard Roth zählt zu den wichtigsten Naturwissenschaftlern in Deutschland und ist seit 1976 Professor für Verhaltensphysiologie und Entwicklungsneurobiologie am Institut für Hirnforschung der Universität Bremen. In seinem neuen Buch „Bildung braucht Persönlichkeit“ beleuchtet er aus neurobiologischer und –psychologischer Sicht die Grundbedingungen für ein besseres Lehren und Lernen und unterzieht dabei auch die gängigen Didaktiken einer kritischen Überprüfung.
Als eine besondere Form der Bewegungserziehung und als integratives bzw. präventives Förderangebot hält die Psychomotorik zunehmend Einzug in die KiTas und Krippen. Psychomotorik kann dabei als Konzept einer ganzheitlichen Entwicklungsförderung verstanden werden, in dem die Bewegung eine wesentliche Rolle spielt.
Ab dem Jahr 2013 soll in Deutschland jedes Kind bis zu drei Jahren eine Garantie auf einen Platz in KiTa, Krippe oder Tagespflege bekommen. Der quantitative Ausbau ist entsprechend in vollem Gange und die Kleinen und Kleinsten strömen auch schon in die Tagesbetreuung – doch stehen in der Praxis wie in der Aus- und Fortbildung derzeit überhaupt schon qualitativ tragfähige Erkenntnisse und Konzepte für deren bestmögliche Förderung und Begleitung zur Verfügung?
Der für den Schulbereich schon seit längerem hoch gehandelte Begriff der individuellen Förderung bekommt im Zuge der aktuellen Diskussion um Bildungsteilhabe und Chancengerechtigkeit auch in der Elementarpädagogik zunehmende Bedeutung. Trotz der Aktualität bleibt oftmals unklar, was genau mit „individueller Förderung“ gemeint ist und wie diese in den Kindertageseinrichtungen umgesetzt wird. Die Forschungsstelle Begabungsförderung des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe) hat sich dieser Frage in einer umfangreichen Studie gewidmet, die unter Beteiligung eines repräsentativen Querschnitts niedersächsischer Kindertagesstätten (Kitas) durchgeführt wurde. Neben einigen theoretischen und praxisorientierten Beiträgen zum Thema lassen sich die Ergebnisse dieser Studie in dem aktuell erschienen Buch des nifbe nachlesen. Damit leistet das Institut einen Beitrag zur öffentlichen Diskussion, der erstmalig in dieser Form im deutschsprachigen Raum zu finden ist.
Das Buch „Kinderalltag. Kulturen der Kindheit und ihre Bedeutung für Bindung, Bildung und Erziehung“ gibt einen Einblick in kulturelle Muster, die die sozialen Erfahrungen der ersten Lebensjahre prägen. Dabei wird vor allem auf zwei Prototypen fokussiert, deren Gegenüberstellung hilft, „Kultur überhaupt zu erkennen, denn normalerweise fällt uns das Vertraute, das „Normale“ nicht auf.“ (S. V), Diese Gegenüberstellung soll als Grundlage für weitere interdisziplinäre Fachdiskussionen dienen.


